Der Werdegang des deutschen Hoffnungsträgers

BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt

Die Karriere des Michael Ballack begann bei der BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt. Als 7-Jähriger schickten ihn seine Eltern zum Training, wo er dem Betreuer Steffen Hänisch direkt auffiel, der selbst in der 2. Liga gespielt hatte. Beeindruckt war Hänisch vor allem von der feinen Ballbehandlung Ballacks, die er auf ein langjähriges Training zurückgeführt hätte, wäre der Knabe nicht noch so jung gewesen. Ungewöhnlich für das frühe Alter war auch die Beidfüßigkeit, über die Michael Ballack bereits verfügte. "Ich sah gleich, dass da ein außergewöhnliches Talent heranwächst", so sein ehemaliger Jugendtrainer.

Behutsam wurde Ballack an die erste Jugendmannschaft herangeführt und debütierte am 04. Oktober 1983 als Einwechselspieler bei einem 2:1-Sieg gegen Motor Ascona Karl-Marx-Stadt. Je mehr Spiele Ballack bestritt, desto deutlicher wurde das Außergewöhnliche an ihm. Er war ständig präsent und wusste die Mannschaft zu führen. Zudem entwickelte er zunehmend Torgefahr: In seiner dritten Saison schoss er bereits Treffer wie am Fließband - 57 Tore in nur 16 Punktspielen. Als 10-Jähriger wechselte er dann zum größeren FC Karl-Marx-Stadt, dem späteren Chemnitzer FC.

FC Karl-Marx-Stadt (ab dem 13. Juni 1990: Chemnitzer FC)

Als hoffnungsvolles Talent wechselte Michael Ballack zum FC Karl-Marx-Stadt. Die ersten Erfolge des jungen Technikers ließen nicht lange auf sich warten, so holte er mit dem FC die Hallen-Bezirksmeisterschaft im Jahr 1988. Er durchlief alle Jugendstationen und wurde von den Trainern Jürgen Häuberer und Eberhard Schuster zum Juwel geformt. Unter ihrer Führung gewann Michael Ballack den Sachsenmeistertitel in der Halle (1991) und drei Jahre später auch die A-Jugendmeisterschaft in Sachsen.

Vier Jahre später erhielt Michael Ballack seinen ersten Profivertrag. Beeindruckend war seine Fähigkeit, im Mittelfeld Regie zu führen, und auch die Art, wie er den Ball behandelte, war eine Augenweide. So ist es kein Wunder, dass man ihm den Spitznamen "der kleine Kaiser" verlieh.

Seinen ersten Einsatz als Profi bestritt Ballack am 4. August 1995, dem Auftakt zur neuen Zweitligasaison. Chemnitz verlor allerdings an diesem Tag gegen den VfB Leipzig mit 1:2 (den zwischenzeitlichen Ausgleich für Chemnitz schoss übrigens Silvio Meißner, der heute beim VfB Stuttgart spielt), und in diesem Stil ging es für den CFC weiter. Am Ende der Spielzeit, in der Ballack auf 15 Einsätze kam, stand der Abstieg aus der 2. Liga. Für ihn persönlich brachte das Jahr aber auch noch einen großen Erfolg: Am 26. März 1996 debütierte Michael Ballack in der U21-Nationalelf Deutschlands

In der folgenden Spielzeit wurde Michael Ballack zum Stammspieler und gab alles, um den CFC wieder in den bezahlten Fußball zu schießen. Er bestritt alle 34 Saisonspiele und erzielte stolze zehn Treffer für die "Himmelblauen". Am Ende reichte es für den CFC aber nicht zum Aufstieg. Der gelang jedoch Michael Ballack: Im Sommer 1997 wechselte er zum 1. FC Kaiserslautern, der gerade die Rückkehr in die Bundesliga geschafft hatte.